Sonntag, 16. Februar 2014

|Rezension| Naoh von Sebastian Fitzek




Preis: 19,99 €
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 559
Reihe: Einzelband
Verlag: Bastei Lübbe
Will ich kaufen!


Klappentext
Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat. 

Zitate 
  "Wälder, Tiere, Wasser, Luft, unser Klima. Alles stirbt oder verkümmert auf diesem Planeten. Nur die Population des Verursachers aller Katastrophen, des Menschen nämlich, wächst von Sekunde zu Sekunde, weil das natürliche Regulativ weggefallen ist."
S. 264
"...Wir können verzichten: auf Massentierhaltung und Fastfood, auf schnelle Autos, Billigflieger und Massentourismus, auf Mineralwässer, die mit Dieselschiffen um den ganzen Globus gekarrt werden, auf Internetbestellungen, die schon am nächsten Tag in unserem Briefkasten liegen, portofrei, obwohl Transport und Verpackung die Umwelt belasten, meist doppelt, weil man sich gleich drei Paar Schuhe bestellt hat mit der festen Absicht, zwei davon wieder zurückzuschicken. Kurz: Wir könnten auf das unkontrollierte Wirtschaftswachstum verzichten. Würden wir alle so leben wie die Indianer in den Urwäldern am Amazonas, deren Lebensraum wir gerade wegholzen, um auf das verödete Ackerland Rinder zu stellen, die wir zu Hundefutter verarbeiten, dann gäbe es auf unserem Planeten für weitere neun Milliarden Platz, ohne dass auch nur ein einziges Atomkraftwerk gebaut werden müsste."
S. 372
"Los, Mama, wir haben keine Wahl."
S. 396
Meine Meinung 
Selten habe ich so lange für einen Fitzek gebraucht, aber dieses Buch kann man auch in keinster Weise mit eines seiner anderen Werke vergleichen! Man hat das Gefühl als hätte man hier das Werk des "Erwachsenen" Fitzeks in den Händen.
Während der ersten 100 Seiten war dies auch der Grund, wieso ich mit dem Buch ein wenig zu kämpfen hatte. Man wird mit sehr vielen verschiedenen Handlungssträngen konfrontiert und die Zusammenhänge sind alles andere als erkennbar! Hinzu kommt, dass in diesem Buch nicht der Thriller im Vordergrund steht, sondern dieser eher nur Beiwerk ist. Im Fokus steht statt dessen eine Verschwörungstheorie und eine Massenepidemie, welche auf die ganze Weltbevölkerung Auswirkungen hat. 
Fitzek schafft es in seinem Buch das Resultat unseres verschwenderischen Konsumverhaltens aufzuzeigen und stellt klar, zu wessen Lasten unser Verhalten geht und thematisiert hier auch insbesondere die Dritte Welt. Wusstet ihr, dass man für die Herstellung eines Hamburgers 2.400 l Wasser benötigt?
Ein Buch, dass mehr als nur ein Thriller ist, denn es enthält eine Botschaft sein eigenes Handeln zu hinterfragen. Ist es wirklich notwendig jeden Tag Fleisch zu essen? Ist es notwendig auch im Winter Erdbeeren zu essen? Ist es total "normal" mit 7 Jahren in die Schule zu gehen? Wieso hat sich "plötzlich" das Klima bei uns geändert? 
Auf viele gestellte als auch ungestellte Fragen habe ich selber zum Teil keine Antworten, wichtig ist einfach nur das wir im Sinne einer nachhaltigen gesunden Umwelt in der die Menschheit auch überlebensfähig sind bewusster Handeln.
Bewertung

Der Autor
Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist.

Kommentare:

  1. Also "Noah" spricht mich jetzt nicht wirklich an, dennoch schöne Rezi. Ich werde es mir mit " Die Therapie" mal überlegen, wenn du es mir schon empfiehlst. Nun aber fix an "Zeitsplitter" :)...
    Dir einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

    Liebe Grüße
    Katja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Katja,
      Noah ist auch wirklich speziell, aber die Therapie solltest du wirklich mal probieren. Aber das sagte ich ja bereits ;)
      Bevor ich nun Zeitsplitter lese, musste ich noch schnell ein Black Dagger Buch zwischenschieben! Konnte nicht anders und muss einfach wissen, wie es weiter geht!
      Wünsch dir ebenfalls einen schönen Wochenstart!
      Liebe Grüße
      Steffi

      Löschen
  2. Hi Steffi,
    also mich hat der "andere Fitzek" auch überzeugt. Ich fand Noah super. Obwohl er ja immer auf eine Schiene fuhr und damit richtig klasse ankam, dann mal so das Lenker rum reißen und was Gesellschaftskritisches zu schreiben, fand ich genial. Ein Appell schön verpackt mit einer Verschwörungstheorie.
    Das stimmt das hat man ja ab und an bei ihm völlig unzusammenhängende Handlungsstränge die dann irgendwo doch ihren gemeinsamen Weg haben.

    Tolle Rezi übrigens ^^

    Liebe Grüße.
    Jenni

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Jenni,
      mittlerweile muss ich sogar sagen, dass ich die typischen Fitzeks irgendwie satt bin! Der Aufbau ist meist leider immer identisch und irgendwie freue ich mich schon auf Passagier 23 und hoffe, dass er uns wieder mit einem untypischen Fitzek überraschen wird.
      Liebe Grüße
      Steffi

      Löschen