Sonntag, 3. August 2014

|Rezension| So geht Liebe von Katie Cotugno



Preis: 15,99 €
Einband: Gebundenes Buch
Seitenanzahl: 320
Reihe: Einzelband
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungstermin: 29. April 2014
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-453-26859-3
Will ich kaufen!


Klappentext

Wenn die große Liebe eine zweite Chance verdient 

Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie, es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt. Die Geschichte mit Sawyer ist vorbei – oder?
(Quelle: Heyne fliegt)


Meine Meinung

Katie Cotugno setzt in ihrer Erzählung auf einen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart und schildert die Entwicklung der Beziehung zwischen Sawyer und Serena aus der Perspektive von Serena. Insbesondere beim Einstieg sind mir die Zeitsprünge jedoch sehr schwer gefallen und die einzelnen Kapitel endeten für mich auch häufig zu abrupt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr jugendlich und locker gehalten, wodurch ein schneller Lesefluss gewährleistet ist. Allerdings empfand ich ihn an manchen Stellen auch schon zu abgehackt, denn Sätze werden häufig durch … beendet, wie beispielsweise auf den ersten drei Seiten „Ich…ja“, „Also…“, „Reena…“,  „War nett, dich zu sehen. Ich sollte besser mal holen, was ich kaufen wollte, oder…“ und „Sawyer, sei einfach…“. Zwar gehöre auch ich zu der Fraktion, die Sätze gerne mit … beendet, aber in einem Buch empfinde ich das, insbesondere in der Häufigkeit als sehr störend. 

In den beiden zeitlichen Abschnitten lernen wir Serena und Sawyer in zwei völlig unterschiedlichen Lebenssituationen kennen.

Vorher: Die 16-Jährige Serena, auch Reena genannt, ist schon seit geraumer Zeit in Sawyer LaGrande verliebt. Doch statt mit ihr zusammen zu sein, ist er zunächst mit Reenas bester Freundin Allie zusammen! Die beiden Freundinnen zerstreiten sich wegen des Jungen, denn Reena fühlt sich von ihrer Freundin verraten. Während die beiden Mädels Streit haben, zerstreiten sich auch Allie und Sawyer und der Grund ist Reena. Ein Streit, der Folgen hat, denn Reena und Sawyer kommen sich näher und Allie ist auf sich alleine gestellt. Wer nun mit einem typischen Happy End einer Teenieliebe rechnet, den muss ich hier leider enttäuschen, denn ihre Wege trennen sich! Sawyer verschwindet spurlos und lässt – ohne es zu wissen – Reena schwanger sitzen.

Nachher: Sawyer kehrt nach 2 Jahren aus dem Nichts zurück und möchte sich seiner Verantwortung stellen und auch teil an Reenas Leben haben. Doch in den Mittelpunkt ihres Lebens ist zwischenzeitlich ihre Tochter Hannah getreten. Ihre Zukunftspläne sei es der Collegebesuch oder die Karriere als Reisejournalistin musste sie auf Eis legen und stattdessen mit Erfolg schnell Erwachsenwerden. Mit dem plötzlichen Auftreten von Sawyer werden jedoch ihre schmerzhaften Erinnerungen wieder geweckt und auch ihre verdrängten Gefühle für ihn kommen zum Vorschein.

Leider hat mir die Geschichte in der Vergangenheit nicht so sehr gefallen, denn es wurden so viele Probleme angerissen, aber nie weiter thematisiert, sodass mir an vielen Stellen der Tiefgang fehlte. Auch konnte ich zu den beiden Protagonisten nur schwer einen Bezug aufbauen, denn Sawyer entwickelt sich zunehmend zu einem sprunghaften „Anti-Typen“, der mit seiner Band in einer WG haust, Drogen nimmt und vor keiner Party halt macht. Reena hingegen ist sehr zielstrebig, introvertiert und Sawyer gegenüber eine „Ja und Amen“-Sagerin. Die Serena in der Gegenwart gefällt mir hingegen weitaus besser, denn sie ist reifer geworden. 
Doch Sawyer hat sie sehr verletzt! Sie ringt mit ihren Gefühlen und versucht ihre Gefühle für ihn in gewisser Weise zu verdrängen! Mit Erfolg? Liebt sie ihn oder liebt sie ihn nicht? Wird sie Sawyer an Hannas Leben teilhaben lassen? Bekommt ihre große Liebe eine zweite Chance? Falls ihr die Antworten haben wollt, dann schnappt euch das Buch und lernt die drei kennen!

Zitate

„Es ist nichts mit Sawyer. Glaub mir. Sawyer ist eine Katastrophe. Sawyer und ich zusammen sind eine Katastrophe.“ 
(Serena, S. 167)

Man kann nun mal keine Reiseschriftstellerin werden, wenn man noch nie irgendwo war, und ich habe es satt, hier rumzusitzen und darauf zu warten, dass mein echtes Leben mich findet. 
(Serena, S. 317)
Fazit 

Grundidee: 4 / 5
Umsetzung: 3 / 5
Schreibstil: 3 / 5 
Lesetempo: 4 / 5
 Charaktere: 4 / 5
Überraschungsmoment: 3 / 5
Ende: 4 / 5
Mit SO GEHT LIEBE greift die Autorin das Thema frühe Schwangerschaft auf und verpackt es  in eine Liebesgeschichte. Ich empfehle das Buch insbesondere jungen Lesern, da dieses Buch dazu anregt über diese ernste Thematik nachzudenken. Außerdem zeigt es, dass Liebe nicht immer einfach ist.
Bewertung

Die Autorin

Katie Cotugno landete bereits auf der Shortlist für den begehrten Pushcart Prize, bevor sie mit SO GEHT LIEBE ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin, liebt Mozzarella-Honig-Sandwiches, ihre kleine Schwester und ihren Freund Tom, mit dem sie in wilder Ehe in Boston zusammenlebt.

Vielen Dank an Heyne fliegt für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

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