Sonntag, 4. September 2016

|Leserunde| Bienensterben von Lisa O´Donnell


Heute ist Weihnachten. Heute hab ich Geburtstag. Heute werd ich fünfzehn. Heute hab ich meine Eltern im Garten begraben. Geliebt wurden sie beide nicht.
Heiligabend in Glasgow: Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, stadtbekannter (vermeintlicher) Perversling, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen. Er nimmt sich ihrer an und gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause. Als die Leute jedoch beginnen, Fragen zu stellen, zeigen sich erste Risse in Marnies und Nellys Lügengebäude, und es kommen erschütternde Details aus ihrem Familienleben zum Vorschein, was ihre Lage nur noch komplizierter macht. 



Der Ablauf
  • Tragt eure Fazits zu den einzelnen Abschnitten unter dem jeweiligen Leseabschnitt als Kommentar ein 
  • Bitte achtet darauf, dass ihr auch den richtigen Leseabschnitt erwischt, denn wir wollen doch nicht gespoilert werden


Die Abschnitte

1. Abschnitt: Seite 11-99
2. Abschnitt: Seite 100 - 199
3. Abschnitt: Kapitel 200 - Ende



Die Teilnehmer
und ich :)

Kurzentschlossene Mitleser sind natürlich herzlich willkommen!

Die Leserunde ist hiermit eröffnet!


Kommentare:

  1. Antworten
    1. Ich bin durch mit dem ersten Abschnitt und irgendwie liegt mir ein schwerer Stein auf der Brust. Die Story ist so bedrückend...ja fast schon erdrückend und dabei war das sicher noch nicht alles. Zwischen dem Schmerz, den ich empfinde, ist so viel Wut zu finden und diese wird nicht nur von den Schilderungen des bisher verwahrlosten Leben ausgelöst. Es ist noch nicht mal Mitleid. Mir wird einfach das Herz schwer, wenn ich lese, wie die beiden ohne die kaputte Hülle sind und wenn ich mir ausmale, was sie sein könnten, wenn sie nicht gerade da hinein geboren wären.
      Diese drei Perspektiven gefallen mir gut, lassen mich zwischendurch Luft holen. Nicht, dass es irgendwie stellenweise leichter wird. Viel eher könnte ich die rotzige Art von Marnie oder den mit vielen Schwankungen einhergehenden Blick von Nelly ertragen. Betrückend reicht hier nicht. Erdrückend trifft es viel eher.

      Merkst du, wie schwer es mir fällt, Steffi ?
      Immer wieder muss ich innehalten beim Lesen, um mir Abstand zu schaffen, damit es mich eben nicht erdrückt.
      Dabei bin ich mir sicher, dass noch mehr kommt.
      Dabei ist mir bewusst, dass dass da noch so viele andere sind, denen es ähnlich ergeht (allein schon in der Geschichte).
      Dabei weiß ich, dass es solche Geschichten real gibt...überall, zu jeder Zeit.

      Mein Herz zieht sich dennoch zusammen.

      Was Lennie betrifft, so muss ich gestehen, dass ich froh bin, ihn in der Geschichte vorzufinden, auch wenn er durch die Perversen-Nummer ziemlich scharfe Kanten zugeschrieben bekommen hat. Selbst wenn es jetzt dämlich klingt: ich mag ihn und dass nicht nur, weil er sich der beiden annimmt. Schon vorher hatte er einen Blick auf sie und auch die Rückblicke auf sein Leben berühren mich. Joseph war ganz offensichtlich seine große Liebe. Er versucht klarzukommen.

      Wie ergeht es dir mit dem Buch bisher ?

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    2. Yeahhhh, ich hab den ersten Abschnitt geschafft. Ich gebe dir recht, dass das Buch schon sehr bedrückend ist und zeigt welche Dimensionen Kinderarmut annimmt.

      Doch so erschreckend das Thena ist, so will mich das Buch dennoch nicht richtig berühren und mir ist leider furchtbar egal was passiert.

      Trotz alledem finde ich die Charaktere gut gewählt und kann mich deinen Ausführungen nur anschließen.

      Zum Glück lässt sich das Buch wegen der kurzen Kapitel schnell lesen. Mal sehen wie oft ich dabei heute noch einschlafen werde :D

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    3. Ich bin ja seither auch noch nicht weitergekommen. Es liegt in der Nähe, aber dennoch greife ich einfach zu einem anderen Buch. Ergeht es mir unbewusst wie dir ?

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    4. Ehrlich gesagt überlege ich, ob ich es abbrechen soll. Habe zwar nun schon fast die Hälfte des 2. Abschnitts hinter mir, aber es wird in keinster Weise besser. Ziehst du es durch?

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    5. Dann lass uns doch gemeinsam mit dem Buch aufhören. Wir wollen doch unsere wenige Lesezeit genießen.
      Gestern habe ich mich durch so einige Rezensionen dazu gestöbert, u.a. von Nicole. Natürlich ist das ein sozialkritisches Buch, in dem Themen wie Vernachlässigung, Drogenmissbrauch und Ausweglosikeit aufgegriffen werden. Natürlich wird mir das Herz schwer, wenn ich sehe, in was für einer Welt Kinder aufwachsen müssen und wie wenig sie sich Hoffnung auf mehr machen können. Aber da ist ein Distanz zu den Figuren, die ich einfach nicht überbrücken kann. Gerade an die derbe Marnie komme ich so gar nicht heran.
      Auch wenn mich interessiert, wie das für die drei ausgeht, ist es mir zu beklemmend aktuell und sorgt für lesefreie Abende bei mir.

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  2. Antworten
    1. Huhu liebste Hibi,
      dann wollen wir mal :)
      Auf das mein Lesetempo nun mal wieder etwas an Fahrt aufnehmen wird!
      Drück dich
      <333

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    2. Buch liegt bereit und ich bin ziemlich gespannt, liebe Steffi. ;-)

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    3. Argh, ich habe es gestern auf 1 (!) Seite geschafft, dann bin ich leider eingeschlafen. Werde nun aber versuchen etwas voranzukommen! Eil mir also nicht davon ;)

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    4. Alles gut, Liebes. Bisher habe ich nicht weitergelesen, da ich das De Vigan Buch erstmal auslesen wollte, dann habe ich da noch das Buch, das ich mit Sabine angefangen habe und irgendwie fallen mir aktuell immer zig andere Dinge ein, die ich dem Lesen vorziehe. Da ist so eine innere Unruhe in mir und diese legt sich auf meine Lesestimmung. Wir passen also hervorragend zusammen...total stressfrei.
      Knuffs <3

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